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Kann ich mein »eigenes« Essen über die PEG-Sonde verabreichen?

Die Verabreichung von Getränken und Flüssigkeiten der eigenen Wahl ist zumeist unproblematisch. So können verschiedene Getränke, die selbst zubereitet werden (z. B. Tee oder Kaffee) über die PEG-Sonde verabreicht werden. Problematisch ist die Gabe von pürierter und verflüssigter Nahrung, die selbst zubereitet wurde. Die PEG-Sonde ist für die Gabe von bilanzierten Ernährungslösungen vorgesehen, deren Nahrungsbestandteile (Kohlenhydrate, Fette, Eiweiße, Spurenelemente und Vitamine) ausgewogen sind.

Bei einer selbst hergestellten Ernährungsflüssigkeit ist der exakte Energiegehalt nur bedingt zu ermitteln und eine negative Energiebilanz nicht sicher auszuschließen. Ein weiteres Problem ist die Gefahr der Verstopfung der Sonde. Die eigene Nahrung müsste so stark püriert werden, dass eine vollständig flüssige Konsistenz entsteht. Bei einer höheren Viskosität (geringere Flüssigkeit) besteht die Gefahr einer Verlegung der Sonde durch unzureichend pürierte Nahrungsbestandteile. In dieser Situation kann es zu einer vollständigen Verlegung der PEG-Sonde kommen, die eine erneute Operation der PEG-Anlage erforderlich macht. Ein weiterer Aspekt ist die Schädigung des Materials der Kunststoffsonde durch bestimmte Nahrungsbestandteile (z. B. saure oder schäumende Nahrungsbestandteile).

Die schädlichen Effekte von »eigener« Nahrung auf die Sonde können über längere Zeiträume der Anwendung entstehen. Insgesamt ist von der Nutzung der »eigenen« Nahrung abzuraten. Die Medizinprodukte der Sondennahrung wurden eigens für diese Ernährungsform entwickelt, und um die genannten Komplikationen abzuwenden.

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