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Welche Nebenwirkungen hat die Maskenbeatmung?

Die Maskenbeatmung ist grundsätzlich gut verträglich. Bei einem Teil der Patienten, die eine Maskenbeatmung anwenden, kann es zu Belastungen und »Nebenwirkungen« der Beatmungstherapie kommen.

Die Belastungen der Maskenbeatmung beginnen bei der Geräteanwendung an sich. Die Notwendigkeit und »Verpflichtung« der täglichen Maskenanwendung kann als Eingriff in den Alltag verstanden werden. Mit dieser Betrachtung kann die Einhaltung des »Beatmungsregimes« der täglichen, möglichst achtstündigen Anwendung der Maske als Einschränkung der Patientenautonomie angesehen werden.

Eine weitere Belastung kann die Maske als Fremdkörper erlebt werden. Die Maske wird mit einem sanften Druck (durch breite Gummibänder) über der Nase oder dem Mund befestigt. Diese Fixierung kann als Einschränkung der Bewegungsfreiheit wahrgenommen werden. Die Maske kann bei Patienten mit Einschränkungen der Hand- und Armfunktion nicht selbständig auf- und abgesetzt werden. Diese Notwendigkeit der Fremdhilfe kann als weitere Einschränkung der Patientenautonomie wahrgenommen werden.

Durch das Tragen der Maske über der Nase, dem Mund oder dem gesamten Gesicht wird das Sprechen verändert oder eingeschränkt. Die Verminderung der Kommunikationsfähigkeit während der Maskenanwendung ist ebenfalls zu beachten.

Das Beatmungsgerät beinhaltet einen Kompressor, der elektrisch und weitgehend geräuschlos betrieben wird. Jedoch ist der vom Gerät erzeugte Luftstrom mit Geräuschen verbunden, die für den Patienten und Angehörige im unmittelbaren Umfeld als störend oder zumindest gewöhnungsbedürftig wahrgenommen werden. In dieser Konstellation kann die Nutzung von getrennten Schlafzimmern erforderlich und als Eingriff der Maskenbeatmung in das tägliche Leben verstanden werden.

Wenn die Maske nicht ausreichend fest über Nase und Mund befestigt ist, kann es zu einem Luftstrom zwischen Haut und Maske kommen. Dieses »Luftleck« (»Leakage«) erzeugt Geräusche oder Missempfindungen. So kann das Entweichen der Luft nach oben zu einem Luftstrom über die Wimpern führen und häufigeres Zwinkern auslösen.

Auch ohne Leckbildung kann der reguläre Luftstrom der Maskenbeatmung zu einer Mundtrockenheit oder Reizung der Nasen- und Rachenräume führen.

In bestimmten Beatmungssituationen (insbesondere, wenn hohe Beatmungsdrücke notwendig sind) kann ein Teil des Luftstroms nicht in die Luftröhre, sondern in die benachbarte Speiseröhre und von dort aus in den Magen gelangen. Das Eindringen von Beatmungsluft in den Magen wird als »Aerophagie« (»geschluckte Luft«) bezeichnet. Die Aerophagie wird zumeist als belastend erlebt, da mit dem Entstehen einer Luftblase im Magen ein Völlegefühl bis hin zu einem Druckschmerz erlebt werden kann. Weiterhin entsteht ein »Aufstoßen« (Reflux) von Luft aus dem Magen über die Speiseröhre wieder zurück in den Rachenraum. Die Aerophagie erfordert eine Umstellung der Beatmungsparameter und Anpassung der Maskenbeatmung.

Mehrere der genannten Belastungen und Nebenwirkungen der Maskenbeatmung können durch Anpassungen oder Umstellung der Beatmung verhindert oder reduziert werden. Die Optimierung der Beatmung – ein Gleichgewicht zwischen wirksamen Beatmungsparametern und möglichst geringen Belastungen – steht im Mittelpunkt eines Anpassungsprozesses, der als Adaptation der Maskenbeatmung bezeichnet wird. Die Adaptation der Maskenbeatmung kann anspruchsvoll sein und erfordert zumeist die Aufnahme in ein »Schlaflabor« (da die Maske für die nächtliche Anwendung angepasst wird) oder in einer anderen Abteilung eines Krankenhauses, die sich auf die Anpassung von Maskenbeatmung spezialisiert hat.

Trotz der Vielzahl der genannten potenziellen Nebenwirkungen und Belastungen der Maskenbeatmung wird diese Beatmung von der Mehrheit der Betroffenen gut toleriert, sodass zumeist die positiven Seiten der Beatmungstherapie (Entlastung von Atemanstrengung und Verbesserung der Krankheitsprognose) die negativen Aspekte der Maskenbeatmung (die bei einem Teil der Betroffenen und nicht bei allen Anwendern zum Tragen kommen) überwiegen.

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