Ist eine Gewichtszunahme nach PEG-Anlage möglich?
Eine Gewichtszunahme nach starkem vorangegangenem Gewichtsverlust ist recht selten zu erreichen. Häufiger und realistischer ist eine Gewichtsstabilisierung. Eine PEG wird dann notwendig, wenn eine Schluckstörung (Dysphagie) zu einer erschwerten Nahrungsaufnahme führt. Bereits in dieser Situation ist, auch ohne Gewichtsabnahme, eine PEG-Anlage medizinisch sinnvoll.
Allerdings versuchen die meisten Betroffenen trotz einer Schluckstörung auf eine PEG-Sonde zu verzichten und die alleinige orale Ernährung fortzuführen. Erfahrungsgemäß wird die PEG-Anlage (trotz des ärztlichen Rats einer frühen PEG-Anlage) erst dann vorgenommen, wenn bereits eine Gewichtsabnahme zu verzeichnen ist. Ein hochgradiger Gewichtsverlust (von mehr als 10 kg) kann nur im Ausnahmefall wieder revidiert werden: Einige Patienten nehmen trotz PEG-Anlage (mit geringerem Ausmaß) weiter ab. Bei einer weiteren Gruppe an Patienten kommt es zu einer Stabilisierung des Gewichtes, während nur bei einer kleineren Patientengruppe eine Gewichtszunahme durch die hochkalorische Sondenernährung erreicht werden kann.
Insgesamt sollte die Erwartung an die Ergebnisse der Ernährungstherapie realistisch sein. Die Rückgewinnung von Körpergewicht ist schwieriger als die Vermeidung einer Gewichtsabnahme durch eine frühzeitige und ausreichende Ernährungstherapie durch Trinknahrung und (bei einer stärkeren Schluckstörung) durch eine frühe Anlage einer PEG.
