Ist eine PEG schmerzhaft?
Die Nutzung einer PEG-Sonde ist grundsätzlich nicht mit Schmerzen verbunden. Allerdings kann die unmittelbare Phase nach dem operativen Eingriff der PEG-Anlage mit Schmerzen verbunden sein. In dieser Situation ist die Verabreichung von entsprechenden Schmerzmedikamenten möglich. Die PEG-Anlage erfolgt während eines Krankenhausaufenthaltes, sodass eine angemessene Schmerzmedikation abgesichert ist. Nach der unmittelbaren Operationsphase kann ein Wundschmerz, insbesondere beim Verbandswechsel oder Bewegen der Sonde entstehen.
Nach Abheilung der Wunde ist die PEG-Sonde als schmerzlos anzusehen. Allerdings kann die rasche Füllung der Magenblase durch Verabreichung großer Volumina an Ernährungslösung zu Unwohlsein oder auch Bauchschmerzen führen, die jedoch durch eine langsame Gabe der Ernährungslösung (gegebenenfalls durch eine Ernährungspumpe) reduziert oder verhindert werden können.
Schmerzen im Magen- und Bauchbereich, die nicht unmittelbar mit der Wunde in Verbindung stehen, sollten gegenüber einem Arzt mit PEG-Erfahrung mitgeteilt werden, der wiederum die Entscheidung für eine weiterführende Diagnostik trifft. In sehr seltenen Fällen können Schmerzen bei der PEG-Sonde entstehen, die Ausdruck von Komplikationen der PEG sein können (z. B. Bauchfellentzündung).
Insgesamt sind die genannten Komplikationen sehr selten und nur in Einzelfällen bekannt, sodass die PEG als eine gut verträgliche Methode der Ernährungsunterstützung zu betrachten ist.
