Wie viele Stunden pro Tag ist eine Maskenbeatmung erforderlich?
In den bisherigen Studien zur Wirksamkeit der Maskenbeatmung bei der ALS zeigte sich eine positive Wirkung der Beatmungstherapie, wenn die Maske mindestens acht Stunden pro Tag (24 Stunden) eingesetzt wird. Bevorzugt sollte die Maske während der gesamten Dauer des Nachtschlafes getragen werden. Erfahrungsgemäß ist die Einhaltung dieser Beatmungszeit nicht immer praktikabel, sodass eine geringere Beatmungszeit entsteht. Auch bei Unterschreitung der Beatmungszeit von acht Stunden pro 24 Stunden ist von einer positiven Wirkung der Behandlung auszugehen. Wahrscheinlich besteht eine »Dosis-Wirkung«-Beziehung: Auch eine geringere »Dosis« der Beatmung hat einen therapeutischen Effekt, der jedoch im Vergleich zu einer längeren Beatmung geringer ist.
Eine weitere Orientierung für die Festlegung der Beatmungszeit ist das subjektive Erleben einer Atemanstrengung. Bei Vorhandensein einer Atemanstrengung (Dyspnoe) sollte die Anwendung der Maske ausgedehnt werden. Zum Erreichen einer Entlastung von Atemanstrengung kann die Maskenbeatmung auch während des Tages eingesetzt werden. Eine Obergrenze für die Maskenbeatmung besteht nicht.
Prinzipiell könnte die Maskenbeatmung, wenn es zur Linderung von Atemanstrengung erforderlich ist, kontinuierlich eingesetzt werden. Allerdings ist die anhaltende Anwendung der Maskenbeatmung bei vielen Patienten mit Belastungen verbunden, die eine dauerhafte Anwendung verhindern.
