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Wann ist der »richtige« Zeitpunkt für eine PEG?

Die PEG-Anlage wird von der Mehrheit der ALS-Patienten als »Meilenstein« einer fortschreitenden ALS betrachtet. Daher besteht die Neigung, das Thema der PEG-Anlage zu vermeiden und die Operation zeitlich zu verschieben. Die psychologische Deutung und das Vermeidungsverhalten sind verständlich. Zugleich ist die Verzögerung einer notwendigen PEG-Anlage medizinisch problematisch.

Die PEG-Anlage sollte durchgeführt werden, wenn die Schluckstörung zu einer erheblichen Verzögerung der Mahlzeiten, einem wiederholten Verschlucken und einer Gewichtsabnahme führt. Ein weiterer Faktor für den richtigen Zeitpunkt einer PEG betrifft die Operationsfähigkeit. Eine Atemfunktionsstörung kann die operative Durchführbarkeit einer PEG stark beeinträchtigen. In dieser Konstellation kann eine PEG-Anlage bereits bei einer geringen Schluckstörung sinnvoll sein, da zu einem späteren Zeitpunkt die PEG mit größeren operativen Risiken verbunden ist.

Der »richtige« Zeitpunkt ist von mehreren individuellen Faktoren abhängig, die von erfahrenen Fachärzten insgesamt berücksichtigt und abgewogen werden. Der richtige Zeitpunkt ist dann gegeben, wenn ein Arzt (insbesondere mit Erfahrung in der ALS-Behandlung) die PEG-Anlage thematisiert und empfiehlt. Insgesamt ist eine möglichst frühe Anlage der PEG zu bevorzugen, um eine unerwünschte Gewichtsabnahme zu verhindern und die operativen Risiken zu minimieren.

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