Was ist ein Palliativ-Team?
Die Palliativbehandlung zu Hause (ambulant) wurde in Deutschland durch die Errichtung entsprechender Palliativgesetze und die Schaffung von Strukturen der Palliativversorgung gestärkt.
Im Ergebnis sind Behandlungsteams aus Palliativärzten und spezialisierten Pflegefachkräften entstanden, die als Palliativ-Teams (englisch: Palliative Care Team, PCT) bezeichnet werden. Die Betreuung durch ein Palliativ-Team zu Hause wird als spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) bezeichnet.
Die Behandlung durch ein Palliativ-Team (SAPV) kann durch einen Hausarzt, sonstigen Facharzt oder durch eine ALS-Ambulanz verordnet werden. Der Nutzen in der SAPV-Versorgung besteht in der Möglichkeit, Hausbesuche von palliativen Pflegefachkräften und Palliativärzten zu erhalten, wenn eine engmaschige ärztliche Betreuung (neben der allgemeinen Palliativbehandlung durch Hausärzte und die ALS-Ambulanzen) nicht mehr hinreichend ist.
Die Ärzte in SAPV-Teams sind in ihrer Grundqualifikation nur im Ausnahmefall Neurologen und zumeist keine ALS-Spezialisten. Daher ist grundsätzlich anzustreben, dass die ALS-Ambulanzen und die bisherigen Versorger (Apotheken, Ernährungsteams und Sanitätshäuser) die Betreuung weiterführen, auch wenn bereits ein Palliativ-Team im Hausbesuch tätig ist.
In der Zukunft ist es anzustreben, dass Neurologen mit ALS-Expertise in Palliativ-Teams aufgenommen werden oder ALS-Ambulanzen die Möglichkeit erhalten, im Rahmen der SAPV-Struktur mit Hausbesuchen tätig zu werden. Diese Verknüpfung von ALS-Ambulanzen und Palliativ-Teams ist in Deutschland bisher nur im Ausnahmefall gegeben.
