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Wo liegt die körperliche Belastungsgrenze bei der ALS?

Zur Vermeidung einer Überlastung ist eine »submaximale« Belastung empfehlenswert: Darunter ist eine Belastung unterhalb der maximalen individuellen Leistungsfähigkeit zu verstehen.

Dabei ist empfehlenswert bis zu 80 % der individuellen Leistungsfähigkeit während der Physiotherapie (oder andere körperliche Aktivitäten) regelmäßig zu nutzen. Die meisten Menschen verfügen über ein Körperbewusstsein, das die eigene Abschätzung von 80 % der Leistungsfähigkeit erlaubt.

Eine besondere Form der Überlastung ist bei Vorliegen einer Spastik zu beachten. Die körperliche Aktivität kann zu einer zusätzlichen Muskelanspannung und der Zunahme einer bereits vorhandenen Spastik führen (»einschießende Spastik«).

Daher ist bei einer ALS mit überwiegender Beteiligung des ersten motorischen Neurons (und damit verbundener Spastik) die Physiotherapie bewusst zu »dosieren«, um die Schwelle einer provozierten Spastik nicht zu überschreiten.

Dabei ist zu betonen, dass die »einschießende Spastik« vorübergehend ist und üblicherweise im Verlauf weniger Minuten zurückgeht. Dennoch kann die Zunahme der Spastik mit einer reduzierten Funktion (z. B. mit einer Zunahme der Gangstörung) oder mit Schmerzen verbunden sein.

Bei der Einschätzung der individuellen Belastungsgrenze nehmen Physiotherapeuten, die mit der Behandlung neurologischer Erkrankungen vertraut sind, eine wichtige Rolle ein.

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