Was ist ein Kompressionsstrumpf?
Infolge der Paresen kann es zu Lymphödemen in den Armen und Beinen kommen. Das Lymphödem ist als Schwellung der Hände, Unterschenkel und Füße von außen erkennbar.
Die manuelle Lymphdrainage ist die hauptsächliche Behandlungsform, um das Lymphödem abzubauen. Dabei handelt es sich um eine spezielle Form der Physiotherapie, in der durch manuell ausgeübten Druck und Bandage-Techniken die Gewebsflüssigkeit aus den Extremitäten in Richtung des Rumpfes »ausgedrückt« wird.
Neben der manuellen Lymphdrainage kommen Kompressionsstrümpfe für die Beine (und seltener Kompressionshandschuhe) zum Einsatz, um das erneute Einlagern von Gewebsflüssigkeit (»Lymphe«) zu verhindern.
Kompressionsstrümpfe (orthopädische Strümpfe) sind medizinische Hilfsmittel, die aus einem »Zweizugmaterial« bestehen. Dabei handelt es sich um Strickstrümpfe, die eine Längs- und Querdehnung erlauben. Die Strickstrümpfe bestanden in der Vergangenheit aus Naturfasern und werden gegenwärtig zumeist aus Vollsynthetik-Fasern hergestellt.
Die Kompressionsstrümpfe sind auf Basis einer ärztlichen Verordnung über Sanitätshäuser, orthopädiemechanische Werkstätten oder Apotheken verfügbar, die sich auf die Versorgung von Lymphödemen spezialisiert haben. Kompressionsstrümpfe werden auf die individuellen Körpermaße (auch bei Veränderungen im Krankheitsverlauf) angepasst.
Das An- und Ausziehen von Kompressionsstrümpfen erfordert eine Schulung, manuelle Fertigkeiten und Kraft, sodass die Einbeziehung von Familienmitgliedern oder Pflegefachkräften bei der Anwendung der Kompressionsstrümpfe erforderlich ist.
Die sachgerechte Anwendung von Kompressionsstrümpfen ist eine wirksame Behandlungsmethode, um das Entstehen von Lymphödemen zu reduzieren. Die Anwendung von Kompressionsstrümpfen erfolgt zumeist in Kombination mit der manuellen Lymphdrainage und Lagerungstechnik (Hochlagern der Extremitäten in Phasen der körperlichen Ruhe).
