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Welchen Einfluss hat Wärme auf die Muskulatur?

Die Anwendung von Wärmetherapie (z. B. durch eine »Heiße Rolle« oder Fango-Anwendungen) hat einen positiven Einfluss auf die motorischen Funktionen. Vor diesem Hintergrund ist die Verordnung von Wärmetherapie sehr häufig ein regulärer Bestandteil der Physiotherapie. Physiologisch ist die Wärmeanwendung mit einer verbesserten Durchblutung der Muskulatur verbunden, die wiederum mit einer Zunahme des Sauerstofftransports in die aktive Muskulatur und den Abtransport von Stoffwechselprodukten führt.

Neben der positiven Beeinflussung der Durchblutung ist eine tonussenkende Eigenschaft von Wärme bekannt. Unter dem »Tonus« ist das Ausmaß der Muskelanspannung zu verstehen. Der tonusreduzierende Effekt von Wärme ist insbesondere bei einer Spastik von therapeutischer Bedeutung. Durch eine gezielte Wärmeanwendung kann die Muskelspannung von spastischer Muskulatur erreicht werden. Damit ist die Wärmeanwendung ein wichtiger Bestandteil der Spastiktherapie, die eine Medikamentenbehandlung, eine Krankengymnastik oder die Anwendung von therapeutischen Bewegungsgeräten beinhaltet.

Auch die Wärmetherapie, wie jede medizinische Anwendung, erfordert eine individuelle ärztliche Entscheidung zur Anwendung, da auch die Wärmetherapie mit Nebenwirkungen (z. B. durch Kreislaufbelastung) verbunden sein kann.

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