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Kann ich auf eine Maskenbeatmung verzichten?

Die Maskenbeatmung dient einer Verminderung der Atemanstrengung (Dyspnoe) und der Entlastung der Atemmuskulatur, wenn die ALS zu einer Schwäche der Atmung und zu einer Atemfunktionsstörung geführt hat. Daher ist die Maskenbeatmung eine wichtige Behandlungsmöglichkeit, die sich in Studien als vorteilhaft gezeigt und in der Praxis bewährt hat.

Trotz dieser Vorteile kann die Maskenbeatmung mit Belastungen und »Nebenwirkungen« verbunden sein. Die Abwägung zwischen den zu erwartenden Vorteilen und den Belastungen in der Therapie ist individuell sehr unterschiedlich. Im Ergebnis der Abwägung kann auch der Verzicht auf eine Maskenbeatmung (und jegliche Form der Beatmungstherapie) stehen.

Der Verzicht auf eine Maskenbeatmung kann auch aus sozialen Gründen erfolgen. Bereits die Notwendigkeit einer stationären Behandlung zur Anpassung der Maskenbeatmung kann ein hinreichender Grund sein, auf eine Maskenbeatmung zu verzichten. Auch die Störung des Schlafes von Angehörigen (die im gleichen Raum schlafen) durch die Gerätenutzung (Hantierung der Maske und Geräuschbildung) kann eine soziale Begründung sein, auf eine Beatmungstherapie zu verzichten.

Eine weitere grundsätzliche Überlegung betrifft die Lebensverlängerung durch die Maskenbeatmung. Ein Teil der Betroffenen strebt keine Lebensverlängerung an, da die Belastungen durch die Erkrankung als nicht akzeptabel betrachtet werden. In der Konsequenz wird auf die Maskenbeatmung bewusst verzichtet, um eine Lebensverlängerung abzuwenden.

Die Zurückhaltung von lebensverlängernden Maßnahmen, einschließlich der Maskenbeatmung, wird als Therapiebegrenzung betrachtet, die in Deutschland rechtlich möglich und medizinethisch positiv bewertet wird. Der Verzicht auf eine Maskenbeatmung, auch wenn dadurch die verbleibende Lebenszeit verkürzt wird, ist ein wesentliches Element der Selbstbestimmung und Patientenautonomie.

Der Verzicht auf eine Maskenbeatmung kann mit einer erhöhten Atemanstrengung verbunden sein. In dieser Situation ist eine palliative Unterstützung mit Medikamenten möglich (insbesondere mit Benzodiazepinen und Morphinen), um die Symptome abzuwenden oder zu lindern.

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