Kann eine Maskenbeatmung von Nachteil sein?
Eine schädliche Wirkung der Maskenbeatmung ist nicht bekannt. Ganz im Gegenteil: Die Anwendung einer Maskenbeatmung von acht Stunden (und darüber hinaus) ist mit einer verbesserten Prognose (Verlängerung der Lebenszeit) und einer erhöhten Lebensqualität (wahrscheinlich durch Verminderung der Atemanstrengung) verbunden. Die Sorge, dass durch die Verwendung der Atemmaske eine weitere Schwäche der Atemmuskulatur erreicht wird, ist nicht begründet.
Erst eine vollständige Übernahme der Atmung durch ein Gerät über mehrere Tage würde zu einer Inaktivität der eigenen Atemmuskulatur führen. Dieses Phänomen ist bei Patienten in einem »künstlichen Koma« und einer mechanischen Beatmung bekannt. Die bei der ALS durchgeführte Maskenbeatmung ist davon unterschiedlich, sodass die aus der Intensivmedizin bekannte Problematik durch die nicht-invasive Beatmung nicht entsteht. Im Gegenteil: Durch die stundenweise Entlastung der Atemmuskulatur von einem Teil der Atemarbeit wird eine zwischenzeitliche Erholung und Stärkung der Atemmuskulatur ermöglicht.
